Änderung der Öffnungszeiten

Sehr geehrte Patientenbesitzer,

 

bei unserer Umfrage in den letzten Wochen -vielen Dank für das Mitmachen- hat sich gezeigt, dass fast 90% damit einverstanden sind, dass wir die Öffnungszeiten der neunen Notfallgebührenordnung anpassen.

Deshalb ändern sich unserer Öffnungszeiten ab dem 1. Juni 2020 wie folgt:

Montag- Freitag: 9-12 Uhr und 14-18 Uhr

 

Für Patientenbesitzer, die in diesem Zeitraum nicht kommen könne, bemühen wir uns um individuelle Lösungen.

Wir weisen drauf hin, dass wir dann eine Notfallgebühr von 50€ berechnen müssen.

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis!

Ihr Praxisteam.

Corona Virus – Vorsichtsmaßnahmen

Liebe Tierbesitzer,

Erst die erfreuliche Nachricht:

Tierarztpraxen sind vom Shut down nicht betroffen, wir werden uns also weiterhin um ihre Fellnasen kümmern dürfen.

Um die medizinische Versorgung möglichst lange aufrecht erhalten zu können, benötigen wir aber Ihre Mithilfe:

Erstens:

Situation bei Erkrankung/möglicher Infektion von Tierbesitzer/innen:

  • Sollten Sie selbst oder Ihre direkten Kontaktpersonen Husten, Schnupfen oder Fieber haben

  • Sie in den letzten 14 Tagen in einem SARS-CoV-2 Risikogebiet gewesen sein

  • Sie oder Ihre direkten Kontaktpersonen in Kontakt mit einer positiv getesteten Person gestanden haben

    dann BEGLEITEN SIE IHR TIER BITTE NICHT SELBST in die Tierarztpraxis, sondern bitten Sie eine dritte, unbeteiligte Person darum, Ihr Tier bei uns vorzustellen.

    Wir müssen uns vorbehalten, offensichtlich erkrankten Personen den Zutritt zur Praxis zu verwehren und bitten dafür um Ihr Verständnis.

Zweitens:

Direkte Hygienemaßnahmen

Bitte verzichten Sie auf engen Kontakt zu anderen Personen und nehmen Sie es uns nicht böse wenn wir Ihnen nicht zur Begrüßung die Hand reichen!

Drittens:

Situation im Wartezimmer/im Behandlungsraum

Um Sie und vor allem auch unsere Mitarbeiter zu schützen, bemühen wir uns, alle Personenkontakte auf das dringend erforderliche Maß zu beschränken. Je weniger Menschen sich in der Praxis aufhalten, desto geringer ist das Infektionsrisiko für alle.

Daher bitten wir Sie:

  • Bitte rufen Sie uns auch an, wenn Sie nur Medikamente ABHOLEN wollen – auch dafür bekommen Sie jetzt einen TERMIN!

  • Kommen Sie bitte ALLEINE, ohne weitere Begleitperson, mit Ihrem Tier zu Ihrem Termin, vor allem ohne Kinder oder ältere Menschen.

  • Halten Sie im Wartezimmer und im Behandlungsraum Abstand voneinander (mindestens 1 Meter) oder warten Sie mit Ihrem Tier im Hof oder Auto. Wir rufen Sie dann an, wenn das Wartezimmer leer ist.

Sollten Sie innerhalb von 14 Tagen nach Ihrem Termin bei uns positiv auf SARS-CoV-2 getestet werden, bitten wir Sie um Nachricht.

Wir danken Ihnen sehr für Ihre Mithilfe – zum Wohle von uns allen und letztendlich unserer tierischen Patienten.

Ihr Praxisteam

Corona Virus

Liebe Patientenbesitzer,

auch wir wollen unseren Beitrag leisten, die Ausbreitung des Corona – Virus zu verlangsamen und gleichzeitig eine Versorgung aller unserer Patienten so lang wie möglich zu gewährleisten.

Daher werden wir ab sofort in Teams arbeiten, die untereinander keinen Kontakt haben.

Damit auch Sie in unserer Praxis bestmöglich geschützt sind, haben wir nur einen Termin pro halbe Stunde. Bitte leisten Sie auch Ihren Beitrag und kommen mit nur einer Person und pünktlich und nur für die ausgemachte Leistung (sollten Sie z.b. zusätzlich zu einer Impfung noch Krallen geschnitten haben wollen, sagen Sie das bitte bei der Terminvereinbarung unbedingt dazu!! Ansonsten müssen wir hierfür einen eigenen Termin vereinbaren.)

Sollten Sie wider erwarten jemand anderen im Wartezimmer antreffen, halten Sie bitte mindestens 1,5 m Sicherheitsabstand.

Wir möchten Sie auch bitten, wenn möglich Ihr Tier vorne an der Anmeldung abzugeben, und während der Behandlung im Wartezimmer zu warten, damit auch unsere Tierärzte Ihnen so lang wie möglich zur Verfügung stehen können.

Insbesondere da auch wir seit Wochen keinen Mundschutz und kein Händedesinfektionsmittel mehr bestellen können.

Wer sich krank fühlt, oder ein Risikogebiet besucht hat, sollte uns bitte vorher anrufen, bevor ein Termin wahrgenommen wird. Wenn möglich werden wir den Termin verschieben. Im Notfall bitte eine andere Begleitperson schicken.

Wir werden dennoch unser Bestes geben, jedem Patienten zu helfen und hoffen auf Ihr Verständnis, dass wir Ihnen momentan schwieriger Ihren Wunschtermin anbieten können.

Wir hoffen Sie bleiben alle gesund und Danken Ihnen für Ihr Verständnis,

Ihr Praxisteam Dr. Petra Kracher

Terminsprechstunde … ?!

Liebe Patientenbesitzer,

aus aktuellem Anlass möchten wir Ihnen ein paar Details zu unserer Sprechstunde erzählen. Der aktuelle Anlass besteht darin, dass uns in letzter Zeit vermehrt Beschwerden erreichen (manchmal leider nur über mehrere Ecken). Erstens: Wir müssen trotz Termin warten. Zweitens: das Wartezimmer ist zu voll und zu klein. Drittens: Wieso können wir keinen Termin „heute“ haben?

 

Wie Sie der Website und auch Gesprächen mit unseren Tiermedizinischen Fachangestellten (TFA) entnehmen können, führen wir eine reine Terminsprechstunde. Das hat die folgenden Gründe:

Unser Wartezimmer ist klein. Es besteht leider auch keine Möglichkeit, dieses noch zu vergrößern. Daher versuchen wir, Termine immer so zu legen, dass keine unverträglichen Tiere/Tierarten gleichzeitig bei unseren Tierärzten Termine haben und nie mehr als 2 Tiere maximal im Wartezimmer warten müssen. Das funktioniert nicht immer, aber wir bemühen uns sehr darum. Außerdem funktioniert es vor allem dann nicht, wenn Patienten ohne Termin erscheinen. Leider hat in letzter Zeit fast kein Tierbesitzer mehr Verständnis, wenn wir ein Tier ohne Termin wegschicken müssen. Es ist aber all denen gegenüber, die Termine haben, äußerst unfair, denn die Wartezeiten verlängern sich für alle! Vom „übervollen Wartezimmer“ ganz zu schweigen.

Es arbeiten bei uns zwei Tierärztinnen. Das bedeutet, dass wir nicht mehr als zwei Termine gleichzeitig auf einen Zeitpunkt legen können. Befindet sich eine Tierärztin außerdem noch im OP, können wir maximal einen Termin „gleichzeitig“ ausmachen. Und auch bei uns kommt es vor, dass eine Tierärztin sich morgens krankmelden muss, dann haben wir auch nur einen Termin und müssen vielleicht sogar Termine, die schon ausgemacht waren, verschieben.  Es nutzt also nichts, wenn Sie nur „genau jetzt“ Zeit haben. Wenn bereits zwei Patienten in Behandlung sind, ist niemand anderes da, der sich um Ihr Tier kümmern kann! Und es ist weder Ihnen noch Ihrem Tier geholfen, wenn wir nicht die Aufmerksamkeit auf die Behandlung Ihres Lieblings legen können, die es verdient und benötigt.

 

Wenn alles planmäßig funktioniert, wie wir uns (und Sie sich?!) das vorstellen, sind die Wartezeiten kurz und wir haben trotzdem ausreichend Zeit für jeden Patienten, da wir für jeden Patienten grundsätzlich genügend Zeit einplanen. Aber was ist passiert, wenn Sie pünktlich zu Ihrem Termin ankommen und das Wartezimmer ist total voll? Möglichkeit 1: Ein Patient hatte einen Termin für eine kleine Behandlung, aber in der Untersuchung stellte sich heraus, dass die „Baustelle“ größer ist als erwartet. Möglichkeit 2: Der Besitzer macht einen Termin für eine kleine Behandlung, hat dann aber noch weitere „Baustellen“, die sofort behandelt werden sollen. Möglichkeit 3: Wir haben eine Not-OP. Manchmal haben wir Patienten, die den Weg in die Klinik nicht überleben würden. Möglichkeit 4: Wir haben einen anderen Notfall, der den Weg in die Klinik nicht überlebt hätte.

Nun lesen Sie hier sehr viel „Notfall“. Wenn es uns irgendwie möglich ist, versuchen wir – auch auf Kosten der Wartezeit aller anderen! – Notfälle nach telefonischer Voranmeldung einzuschieben. Wenn unsere TFAs Ihnen aber sagen, dass wir Sie auch als Notfall nicht einschieben können und Ihnen ggf. sogar dringend nahelegen, die nächste Klinik aufzusuchen, bedeutet das nicht, dass wir die Beschwerden Ihres Tieres nicht ernst nehmen. Das bedeutet auch nicht, dass wir „keine Lust“ haben zu arbeiten. Es bedeutet schon gar nicht, dass wir einfach nur gemein sind. Es bedeutet einzig und allein, dass wir absolut keine Kapazität haben, Ihr Tier zu behandeln. Es ist weder Ihnen noch Ihrem möglicherweise schwer kranken Tier geholfen, wenn Sie trotz mangelnder Zeit eingeschoben werden und Ihre Fellnase nicht die Aufmerksamkeit bekommen kann, die es benötigt. Unsere TFAs haben einen sehr guten Überblick über unseren Terminkalender und darüber, wo sie bei einer der Tierärztinnen vielleicht noch einen kleinen Termin hinzufügen können, ohne dass „der Laden auseinanderbricht“. Wenn möglich, tun sie das auch. Und wenn es nicht möglich ist, bitten wir Sie hiermit inständig um Verständnis!!

Katzenminze

Katzenminze riecht leicht nach Citrus und zieht viele Katzen regelrecht an. Sowohl auf Freigänger als auch auf Stubentiger hat die Katzenminze eine euphorisierende Wirkung. Viele Halter schwören auf das Kraut. Die getrocknete Minze kann vielseitig verwendet werden – auch im Umgang mit Katzen. Dank seiner Wirkung lassen sich Stubentiger zum Beispiel deutlich leichter zu einem Tierarztbesuch überreden. Viele Menschen kennen Katzenminze zumindest vom Namen und hören viel über die Wirkung – nur, was genau ist Katzenminze und woher kommt sie?

Was ist Katzenminze?

Die Nepeta cataria (Echte Katzenminze) ist eine Pflanzenart und gehört zur Familie der Lamiaceae (Lippenblütler). Heimisch ist die etwa hüfthohe Pflanze in Südeuropa, Afrika und Asien. Sie wächst auf mäßig trockenem, sowie nährstoffreichen Boden und liebt die Sonnenwärme. Die Katzenminze besitzt einen citrusartigen, herben und angenehmen Geruch, der leicht an Minze erinnert. Ihren Namen verdankt die Nepeta cataria der Tatsache, dass geschlechtsreife Katzen von ihrem Geruch angezogen werden. Bisher sind die Gründe für ihre anziehende Wirkung noch unklar. Wissenschaftlichen Untersuchungen zur Folge soll der Inhaltsstoff Actinidin eine große Ähnlichkeit mit der Substanz besitzen, die weibliche Katzen mit dem Urin ausscheiden. Aus diesem Grund reagieren männliche Katzen stärker auf Katzenminze. Es wird ebenfalls vermutet, dass die Reaktion der Katzen möglicherweise genetisch bedingt ist. Die Katzenminze wirkt nicht bei jeder Katze und ist unterschiedlich stark ausgeprägt. Sehr junge und sehr alte Katzen werden nur gering von der Katzenminze angezogen. Katzenhalter kennen das Kraut auch unter dem Namen “Catnip”.

Wirkung auf Katzen

Katzenminze wirkt vor allem auf geschlechtsreife Katzen. Bereits seit dem Mittelalter kennt man die Wirkung der Pflanze. Die eintretende Wesensänderung bei Katzen kann sehr unterschiedlich ausfallen und ist vorübergehend. Verstreut man Katzenminze auf dem Boden, entspannen sich die Katzen, wälzen sich oder schnurren. Einige Katzen schnuppern auch an der Minze oder knabbern an ihr. Die Pflanze ist dabei vollkommen ungiftig. Bei vielen Katzen lässt sich ein betörtes und berauschtes Verhalten beobachten – sie wirken geradezu „high“. Dieser Zustand kann durchaus sinnvoll in diversen Stresssituationen sein. Zum Beispiel bei einem anstehenden Tierarztbesuch, oder kürzeren Reisen. Richtig verwendet wirkt Katzenminze bei nervösen Tieren für Entspannung und aktiviert bei ruhigeren Exemplaren den eingeschlafenen Spieltrieb – faule Stubentiger werden durch die Minze aktiver.  Katzenminze kann auch eingesetzt werden, um einen „Neuling“ einzugewöhnen oder einer Katze den Umzug in ein neues Zuhause zu erleichtern. Selbst bei der Vergesellschaftung zweier Stubentiger kann die Pflanze helfen. Selten reagieren Katzen auch sehr heftig oder aggressiv auf die Minze. In solchen Fällen sollten Katzenhalter auf den Einsatz von Katzenminze verzichten.

Fazit

Katzenhalter können Katzenminze gezielt einsetzen, um ihrem Stubentiger bestimmte Situationen zu erleichtern. Katzenminze steigert die Aktivität und den Spieltrieb, wirkt zugleich entspannend und berauschend. Aufgrund der euphorisierenden Wirkung sollte ein übermäßiger Einsatz jedoch vermieden werden.

Würmer – Gefahr für den Mensch?

Bandwurmerkrankungen des Hundes

Bei Hunden treten eine Reihe von Bandwürmern auf, die das klinische Bild der Bandwurmerkrankungen des Hundes auslösen können. Für den Menschen ist besonders die Erkrankung durch den Dreigliedrigen Hundebandwurm von Bedeutung, der oft einfach als „Hundebandwurm“ bezeichnet wird. Bandwurmerkrankungen verlaufen – wie auch die meisten Fadenwurminfektionen – bei Hunden meist ohne klinische Symptome. Da ihr klinisches Bild und die Behandlung sehr ähnlich sind, erfolgt eine gemeinsame Darstellung.

Bandwurmarten

Gurkenkernbandwurm

Der Gurkenkern- bzw. Kürbiskernbandwurm (Dipylidium caninum) ist der häufigste Bandwurm beim Hund und kommt weltweit vor. Gelegentlich tritt dieser Bandwurm auch bei Katzen auf. Zwischenwirte sind Flöhe oder Haarlinge. Die Wurmeier werden von den Flohlarven aufgenommen und entwickeln sich in ihnen zu Cysticercoiden. Durch Fressen der Flöhe gelangen diese Bandwurmstadien in den Darm des Hundes und entwickeln sich dort in 20 Tagen zum adulten Bandwurm. Dieser ist 10–70 cm lang und hat eine Breite von 2–3 mm. Durch Wechsel der Flöhe auf andere Hunde (oder Katzen) wird er in der Population weiter verbreitet. Selten werden auch Erkrankungen des Menschen, vor allem bei Kindern beobachtet. Diese nennt man Dipylidiasis.

Der Dickhalsige Bandwurm (Hydatigera taeniaeformis) ist der bei Hunden zweithäufigste Bandwurm. Er befällt auch Katzen. Zwischenwirte sind Ratten, Mäuse und andere Nagetiere.

Vertreter der Gattung Taenia wie Taenia serialis (Zwischenwirte vor allem Hasenartige) und Taenia hydatigena (Zwischenwirte Wiederkäuer, Pferde und Echte Schweine) parasitieren im Dünndarm. Der Quesenbandwurm (Taenia multiceps) tritt bei Hunden und Füchsen auf. Zwischenwirte sind Pferd, Rind, Schaf, Ziege, Schwein, Kaninchen, Hirsche und Mensch. Bei Schafen verursacht seine Finne die „Drehkrankheit“ (Coenurose).

Dreigliedriger Hundebandwurm

Der Dreigliedrige Hundebandwurm (Echinococcus granulosus) gehört zu den in Mitteleuropa seltener bei Hunden (Canidae) auftretenden Bandwürmern, in Südeuropa ist der Befall häufig. Als Zwischenwirt dienen Paarhufer und Unpaarhufer, wie Esel und Schweine. Eine Infektion kann nur durch den Verzehr roher Innereien dieser Zwischenwirte erfolgen. Der Dreigliedrige Hundebandwurm ist der Auslöser der zystischen Echinokokkose des Menschen, einer lebensgefährlichen Erkrankung, die in Westeuropa zunimmt.

Der Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis) tritt bei Haushunden und Hauskatzen nur sehr selten auf. Beim Menschen verursacht er die Alveoläre Echinokokkose.

Echinococcus equinus ist in Europa selten. Sein Finnenstadium verursacht die Echinokokkose der Pferde.

Zecken – Merkmale

Nachdem Zecken zur Familie der Spinnentiere (Arachnida), Unterkategorie Milbentiere gehören, besteht der Körper wie bei den meisten Milbenarten aus zwei beweglich gegeneinander abgesetzten Abschnitten. Der vordere Abschnitt, bei den Milben generell Gnathosoma benannt, trägt bei den Zecken (aus historischen Gründen) den abweichenden Namen Capitulum. Dieser Abschnitt entspricht dem, was landläufig als Zeckenkopf bezeichnet wird. Der übrige Rumpf wird Idiosoma genannt. Der vordere, die Beine tragende Abschnitt, das Podosoma, geht ohne scharfe Grenze in den hinteren Abschnitt, das Opisthosoma, über. Auf dem hinteren Abschnitt des Capitulum tragen viele Schildzecken zwei auffallende Porenfelder, die nach verschiedenen Ansichten entweder als Drüsen oder als Sinnesorgan dienen. Seitlich am Idiosoma sitzen die vier Beinpaare. Die Beine bestehen aus sechs deutlich gegeneinander abgesetzten Segmenten (benannt Coxa-Trochanter-Femur-Patella oder Genu-Tibia-Tarsus). An der Spitze des Tarsus sitzen zwei Krallen und bei den Schildzecken (und den Larven der Lederzecken) ein Haftpolster (Pulvillus) zum Festhalten an glatten Oberflächen. Seitlich am Idiosoma sitzen zwei Öffnungen der Tracheen, die Stigmen heißen und luftgefüllte Kanäle sind, die die Körperoberfläche für die Atmung vergrößern. Vor allem bei Schildzecken sitzen sie meist innerhalb eines sklerotisierten und auffallend skulpturierten Stigmenfelds. Viele Zeckenarten besitzen kleine, wenig auffallende Augen, die bei den Schildzecken paarweise auf der Körperoberseite (dorsal) sitzen, aber z. B. bei der Gattung Ixodes fehlen. Bei den Lederzecken kann eine höhere Anzahl vorkommen, die randlich auf der Körperunterseite (ventral) sitzen. Zumindest bei einer Zeckenart, der Kamelzecke Hyalomma dromedarii, ist optische Wirtsfindung (Skototaxis) durch die Wahrnehmung der Silhouette des Wirts nachgewiesen.[2]

Die beiden Familien Schildzecken und Lederzecken unterscheiden sich dadurch, dass bei den Schildzecken der namengebende Schild (Scutum) ausgebildet ist, der oben (dorsal) auf dem Idiosoma sitzt. Bei vielen Zeckenarten wie dem Gemeinen Holzbock bedeckt er beim Männchen den gesamten Rumpf, beim Weibchen nur etwa die Hälfte. Bei den Lederzecken fehlt ein Schild. Außerdem sitzt bei den Lederzecken das Capitulum mit den Mundwerkzeugen etwas bauchseitig (ventral) am Körper, so dass es bei Betrachtung von oben nicht sichtbar ist.

Mundwerkzeuge und Saugvorgang

Kennzeichnend für die Zecken sind vor allem die vorn am Capitulum sitzenden Mundwerkzeuge. Diese sind für die blutsaugende Lebensweise eigentümlich umgestaltet. Außen sitzen zwei viergliedrige Taster (Palpen), die Sinnesorgane sind und nicht am Saugvorgang teilnehmen. Sie umhüllen in Ruhestellung häufig die eigentlichen Mundwerkzeuge. Zentral sitzt ein Hypostom genannter Stechrüssel, der häufig Zähne aufweist, die als Widerhaken wirken. Auf der Oberseite (dorsal) und meist von unten her nicht sichtbar sitzen die beiden Cheliceren. Diese bestehen aus einem zweiteiligen Schaft, der parallel zum Hypostom nach vorne gestreckt wird und der unbeweglich mit breiter Basis am basalen Teil des Capitulums ansitzt. An der Spitze tragen sie mehrere bewegliche zahnförmige Vorsprünge, Chelicerenfinger genannt. Die Zecke ritzt beim Saugvorgang mit ihren Cheliceren die Haut ein und schiebt anschließend das Hypostom in die Wunde. Entgegen einer verbreiteten Vorstellung ist das Hypostom aber kein hohler Saugrüssel: die Mundöffnung liegt basal zu ihm auf der breiteren Basis des Capitulums. Das Hypostom kann eine eingesenkte Nahrungsrinne tragen. Dieser Vorgang wird umgangssprachlich als Zeckenbiss bezeichnet, korrekt ist jedoch Zeckenstich.